Krankenhauszusatzversicherungen

Krankenhauszusatzversicherungen gibt es viele im Markt. Wer auf der Suche nach einem guten Tarif ist, kann schnell überfordert sein. Denn das Angebot ist riesig. Wir haben uns die Tarife angesehen und uns ein Bild gemacht. Auf unseren Seiten haben wir Tarife aufgelistet, von denen wir denken, dass sie ein Blick Wert sind. Viele Krankenhauszusatzversicherungen, die wir zeigen, konnten in unabhängigen Tests überzeugen. Damit kann bei solchen Tarifen bereits eine Mindestqualität angenommen werden.

 

Auf unseren Seiten zeigen wir wichtige Informationen zu den einzelnen Tarifen. Dazu gehören Leistungen, Kosten und auch Testergebnisse.

Krankenhauszusatzversicherung sinnvoll?

Krankenhauszusatzversicherungen

Wir wissen wie wichtig es im Ernstfall ist eine gute Krankenhauszusatzversicherung zu haben. Denn die Genesung im Krankenhaus kann durch eine möglichst gute Erholung unterstützt werden. Und gerade das Thema Erholung ist gar nicht so einfach.

Beispiel gesunder Schlaf:
Ein Mehrbettzimmer ist in der Regel nicht der beste Ort um gut zu schlafen. Wie wichtig guter Schlaf zur Erholung jedoch ist, dürfte jedem klar sein. Nicht umsonst heißt es, Schlaf ist die beste Medizin. Gerade im Schlaf werden viele Reparaturprozesse im Körper angestoßen. Demgegenüber verlassen viele das Krankenhaus und fühlen sich dabei gar nicht erholt. Das Gegenteil ist häufig der Fall. Dadurch kann es sein, dass man nach dem Krankenhausaufenthalt sich davon erst einmal wieder erholen muss. Dies trägt zur Genesung natürlich nicht sonderlich bei. Wie wichtig ein Einbett- oder Zweibettzimmer bei der Unterbringung ist, wird hierbei schnell klar.

Unterbringung im Mehrbettzimmer

Eine Unterbringung im Mehrbettzimmer bietet zunächst einmal ein erhöhtes Risiko, dass ein guter Schlaf nicht klappt. Schnarchende Zimmergenossen und häufige Toilettengänge können den Schlaf stark beeinträchtigen. Hinzu kommen mehr Besuche durch Angehörige und auch Visiten durch Ärzte und Pfleger.

Tipp! Wenn sich das Mehrbettzimmer nicht vermeiden lässt, dann kann man zum Beispiel durch Ohrstöpsel und / oder mit Anti Noise Kopfhörern für Ruhe sorgen. Auch eine Schlafmaske ist empfehlenswert.

Damit ein Krankenhausaufenthalt optimal für die Gesundung genutzt werden kann, sollte man dafür sorgen, dass man sich dort auch entsprechend wohlfühlt. Eine Krankenhauszusatzversicherung bietet hierfür zahlreiche Vorteile.

Vorteile Kranken­haus­zusatz­versicherungen

Die Tarife der stationären Zusatzversicherung bieten gesetzlich Versicherten deutlich mehr Leistungen. Damit können Versicherte aus der GKV die Vorteile von Privatversicherten erhalten. Hierzu gehören im Besonderen die bessere Unterbringung, die Chef­arzt­behand­lung und mehr Freiheit bei der Klinik­wahl.

Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung werden standardmäßig im Mehrbettzimmer untergebracht. Ausnahmen hiervon gibt es nur, wenn ein Einzel- oder Zweibettzimmer medizi­nisch notwendig ist. Auch wenn das Zweibettzimmer in Kliniken bereits zum Standard gehört, kann man als gesetzlich Versicherter in den Genuss dieser Unterbringung kommen. Die Behandlung erfolgt üblicherweise von Ärztinnen und Ärzten die gerade im Dienst sind. Chefärztinnen und Chefärzte kommen nur zum Einsatz, wenn aufgrund des Spezialwissens die Behandlung durch jene Ärzte und Ärztinnen notwendig wird.

Bezüglich der Wahl des Krankenhauses gilt, dass das nächst­gelegene geeignete Kranken­haus zu wählen ist. Hierbei ist wichtig, dass das Krankenhaus einen Versorgungs­vertrag mit der jeweiligen Krankenkassen hat. Sofern gesetzlich versicherte eine Klinik wählen, die höhere Behandlungskosten für die Krankenkassen berechnet, so kann die Differenz dem gesetzlich Versicherten von der Kasse in Rechnung gestellt werden.

Was kosten Krankenhauszusatzversicherungen?

Die Preisspanne der Kosten für eine Krankenhauszusatzversicherung kann sich von etwa fünf Euro bis über 110 Euro pro Monat bewegen. Ausschlaggebend sind hierbei die Tarifwahl, die gewünschten Leistungen und das Alter der Versicherten. Gerade bei älteren Menschen ist die Wahrscheinlichkeit für einen Krankenhausaufenthalt größer. Dies schlägt sich auf die Kosten nieder. Aus diesem Grund ist ein früher Abschluss für einen Tarif der stationären Zusatzversicherung sinnvoll.

Einfluss Vorerkrankungen auf Kosten

Vorerkrankungen können einen Einfluss auf den zu zahlenden Beitrag haben. Wer bereits einige Vorerkrankungen in der Krankenakte hat, kann im Zweifel mit höheren Kosten konfrontiert werden. Die Krankenhauszusatzversicherungen erfragen die Vorerkrankungen beim Abschluss des Tarifs. Hierbei kommen Gesundheitsfragen oder eine Gesundheitsprüfung zum Einsatz. Die wahrheitsgemäße Beantwortung ist hier allerdings unbedingt notwendig. Da ansonsten im Versicherungsfall der Versicherer im Zweifel nicht Zahlen muss. Üblicherweise geht es hierbei um Vorerkrankungen aus den letzten 10 Jahren. Versicherte die bereits Vorerkrankungen aus diesem Zeitraum mitbringen, können es bei einer Krankenhauszusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen versuchen. Ein Tarif, der ohne eine Gesundheitsprüfung auskommt, ist beispielsweise der DKV UZ1.

Beitragssteigerungen

Die Krankenhauszusatzversicherung kennt auch Beitragssteigerungen. Dies kann dann passieren, wenn zum Beispiel neue Innovative Verfahren eingeführt werden. Die Mehrkosten werden dann an die Versicherten weitergegeben. Daneben sehen wir auch an den obigen Beispielen, dass der Beitrag je nach Alter unterschiedlich ist. Mit dem Alter steigen leider auch die Beiträge häufig.

Altersrückstellungen

Wenn es um die Kosten geht, dann ist das Thema Altersrückstellungen wichtig. Tarife mit Altersrückstellungen sollen Beitragssteigerungen im Alter verringern. Hierzu wird ein Teil des Beitrages praktisch vom Versicherer für später zurückgelegt. Dadurch sind diese Tarife zunächst teurer. Allerdings sind dann in späteren Jahren die Beitragssteigerungen geringer. Tarife ohne Altersrückstellungen sind zu Beginn, gerade in jungen Jahren günstiger. Hier kommt es jedoch im Laufe der Zeit zu den höheren Kosten. Welche Variante zu empfehlen ist, hängt vom Einzelfall ab. Wer beispielsweise nur einen begrenzten Zeitraum versichert sein möchte, wählt vielleicht lieber einen Tarif ohne Altersrückstellungen. Umgekehrt macht ein Tarif mit Altersrückstellungen Sinn, wenn man sehr lange versichert sein möchte.

Welche Krankenhauszusatzversicherung ist die beste?

Welche Krankenhauszusatzversicherung die beste ist, hängt stets von den eigenen Vorstellungen ab. Eine gute Möglichkeit die besten Tarife für die stationäre Zusatzversicherung zu finden, bieten Testergebnisse an. Denn unabhängige Institutionen wie Stiftung Warentest, Finanztest, Franke und Bornberg und das Deutsche Institut für Service-Qualität testen immer wieder Krankenhauszusatzversicherungen. Für die Auswahl der zu testenden Tarife werden häufig Mindestanforderungen gestellt. Damit wird sichergestellt, dass nur gute Tarife der stationären Zusatzversicherung im Test enthalten sind.
Im Test aus dem Sommer 2020 von Finanztest waren dies unter anderem folgende Leistungsanforderungen:

  • Chefarztbehandlung
  • Übernahme der Arzthonorare bis mindestens zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte
  • Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer
  • Freie Klinikwahl

Wichtige Leistungen und Begriffe Krankenhauszusatzversicherungen

Auf unseren Seiten zu den Tarifen, haben wir neben den Leistungen und Testergebnissen auch jeweils die Versicherungsbedingungen eingefügt. Diese enthalten häufig Begriffe und Leistungsbeschreibungen die nicht jeder kennt. Hier erklären wir wichtige Inhalte der stationären Zusatzversicherung.

1. Chefarztbehandlung

Die Chefarztbehandlung gehört zu den ärztlichen Wahlleistungen. Liegt keine vertragliche Wahlleistung vor, so entscheidet die Klinik über die Auswahl des Arztes. Wichtig ist die Chefarztbehandlung, wenn es darum geht einen Spezialisten für das eigene Krankenbild zu wählen.

2. Wahlleistungen

Als Wahlleistungen im Krankenhaus gelten Leistungen, die medizinisch nicht notwendig sind. Solche Zusatzleistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Wer diese zusätzlichen Leistungen im Krankenhaus jedoch beziehen möchte, muss diese selbst bezahlen oder über die Krankenhauszusatzversicherung erhalten.

Überblick Wahlleistungen:

Unterbringung
  • Unterbringung im 1- oder 2-Bett Zimmer
  • Internetanschluss
  • Wahlverpflegung
  • Mitaufnahme eines Partners
  • Fernsehen am Bett
Versorgung mit medizinischen Extras
  • Schönheitsoperationen
  • Erweiterte Laborleistungen
  • Alternativleistungen
Behandlung durch Wahlärzte
  • Chefärzte des Krankenhauses

3. Höchstsatz Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Die GOÄ bestimmt die Abrechnung von ärztlichen Leistungen außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung. Das bedeutet hier, dass Ärzte und Ärztinnen Privatleistungen über diese Gebührenordnung abrechnen. Die Gebühren für Leistungen können sich nach der Gebührenordnung, je nach Komplexitätsgrad erhöhen. Bei Spezialbehandlungen können die Höchstsätze auch überschritten werden. Hier ist es wichtig, dass eine Krankenhauszusatzversicherung auch diese Kosten über dem Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte übernimmt.

4. Medizinisch notwendige Behandlung

Medizinisch notwendig sind Behandlungen und Methoden, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen vertretbar sind. Üblicherweise werden zunächst ausschließlich die sogenannten notwendigen Behandlungen von den Kassen übernommen. Wer also eine nicht notwendige Beauty Operation in Anspruch nehmen möchte, kann eher nicht darauf hoffen die Kosten für die Unterbringung im Einzelzimmer erstattet zu bekommen.

5. Mehrkosten

Mehrkosten sind praktisch alle Kosten die noch verbleiben, wenn die gesetzliche Kasse bereits geleistet hat.

6. Privatklinik

Mit Privatkliniken sind Krankenhäuser gemeint, die ohne Krankenkassenzulassung leisten. Wer eine solche Klinik aufsuchen möchte, sollte unbedingt zuvor die Versicherungsbedingungen seiner Krankenkasse sich ansehen und auch ob die Krankenhauszusatzversicherung hier infrage kommt. Im Zweifel lässt man sich von der Krankenkasse und der privaten Zusatzversicherung schriftlich zusichern, dass die Kosten getragen werden. Ansonsten kann es sehr teuer werden.

Merkmale gute Krankenhauszusatzversicherungen

Gute Tarife für die Krankenzusatzversicherung bieten idealerweise eine Reihe von Merkmalen:

1. Wartezeiten

Die meisten stationären Zusatztarife haben Wartezeiten. Dies bedeutet, dass unmittelbar nach dem Abschluss noch keine Leistungen möglich sind. Man muss also noch eine bestimmte Zeit warten, bis die Leistungserbringungen aus der Versicherung verfügbar sind. Häufig beträgt die Wartezeit dabei drei Monate. Einige Tarife kommen jedoch auch ohne Wartezeiten aus. Wir haben bei den von uns ausgewählten Tarifen insgesamt vier Krankenhauszusatzversicherungen ohne Wartezeiten:

DFV Klinikschutz Premium

Hier greift der Versicherungsschutz sofort nach Vertragsabschluss. Eine Ausnahme besteht, wenn eine stationäre Behandlung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits bekannt war.

Gothaer Mediclinic

Versicherungsschutz sofort nach Vertragsabschluss. Unter der Voraussetzung, dass der Grund für den Eingriff erst nach dem Vertragsabschluss bekannt wird.

AXA Komfort Start U

Versicherungsschutz sofort nach Vertragsabschluss

Signal Iduna Klinik Top 1 pur

Versicherungsschutz sofort nach Vertragsabschluss

2. Anzeigepflicht und Leistungszusage

Einige Krankenhauszusatzversicherungen verlangen Vorab-Genehmigungen für Leistungen. Daneben können auch Fristen für die Meldung eines Krankenhausaufenthaltes verlangt werden. Hierbei kann das Risiko bestehen, dass Versicherer die Genehmigung für Leistungen verweigern oder Leistungen kürzen, wenn Fristen nicht eingehalten wurden. Für Versicherte kann beides sich nachteilig auswirken. Daher ergibt es Sinn dies in die Abwägung für einen bestimmten Tarif mit einzubeziehen.

3. Erstattungen auch über den Höchstsätzen der geltenden Gebührenordnung

Vorteilhaft bei einer guten Krankenhauszusatzversicherung sind Erstattungen die über den Höchstsätzen der geltenden Gebührenordnung hinausgehen. Idealerweise wird auch in den Versicherungsbedingungen keine Begrenzung genannt.

4. Generelle Leistungseinschränkungen

Leistungsbeschränkungen können zur Anwendung kommen, damit ein Tarif günstiger angeboten werden kann. Allerdings sollte man hier vorsichtig sein. Insbesondere wenn es heißt, dass privatärztliche Leistungen nur erbracht werden, wenn es sich um einen Unfall handelt.

5. Freie Arztwahl

Häufig ist die Behandlung durch Chefärzte und Chefärztinnen ein Beweggrund für die Wahl eines Tarifes. Darunter fallen auch Ärzte die als Spezialisten gelten. Tarife die gesondert berechenbare ärztliche Leistungen zu 100 % bedienen, sind hier vorteilhaft. Dadurch werden alle Ärzte und Ärztinnen eines Krankenhauses abgedeckt. Darüber hinaus ist es gut, wenn auch Belegärzte in den Versicherungsbedingungen enthalten sind. So können auch diese im Versicherungsfall leisten.

6. Freie Krankenhauswahl

Die freie Wahl des Krankenhauses ist bei den meisten Krankenhauszusatzversicherungen enthalten. Wer sich in Privatkliniken behandeln lassen möchte, sollte hier zuvor mit der jeweiligen Krankenzusatzversicherung in Kontakt treten, um eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme zu erhalten. Insbesondere bei Spezialkliniken oder gemischten Anstalten ist eine Abdeckung durch den jeweiligen Tarif noch mal direkt zu prüfen. Sollte dies nicht aus den Versicherungsbedingungen hervorgehen, so ist auch hier die Kontaktaufnahme angeraten.

7. Ambulante Operationen und Eingriffe

Viele Tarife für die Krankenzusatzversicherung übernehmen auch ambulante Eingriffe. Das ist insbesondere vorteilhaft, da dann das Krankenhaus nach der Operation wieder verlassen werden kann und ein längerer Aufenthalt vermieden wird.

8. Krankenhauszusatzversicherungen mit Auslandsreisekrankenversicherung

Tarife, bei denen eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung automatisch in den Leistungen eingeschlossen sind, können sinnvoll für Versicherte sein, die häufig im Ausland unterwegs sind.

Erstattungen sichern: Kommunikation mit der Versicherung

Wie mehrfach oben erwähnt, ist es empfehlenswert vor der Leistungserbringung mit der Versicherung in Kontakt zu treten. Dies ist umso wichtiger, wenn es sich um Spezialleistungen handelt. Aber auch bei Krankenhausaufenthalten die einen längerer Zeitraum vermuten lassen. Die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus beträgt in Deutschland übrigens etwa sieben Tage. Wer eine Privatklinik aufsuchen möchte, ist ebenfalls gut beraten, sich vorher eine schriftliche Bestätigung zur Leistungsübernahme durch den Versicherer einzuholen. Eine offene Kommunikation mit dem Versicherer sorgt dafür, dass man idealerweise nicht überrascht wird, wenn die Versicherung nicht leisten möchte.

Was ist zu tun, wenn der Versicherungsfall eintritt?

Üblicherweise stellt das Krankenhaus eine Rechnung über die gewährten Leistungen aus. Diese Rechnung sollte zeitnah der Krankenzusatzversicherung zugesendet werden. Eine Kopie für die eigenen Unterlagen zu behalten ist ratsam. Sofern der Versicherer die Kosten direkt mit dem Krankenhaus abrechnet, muss nichts unternommen werden.

Tipp Rooming-In bei Krankenhauszusatzversicherungen für Kinder
Wer eine stationäre Zusatzversicherung für sein Kind abschließt, sollte auf Rooming-In achten. Dadurch haben sie als Elternteil die Möglichkeit im selben Zimmer oder in direkter Umgebung zu ihrem Kind untergebracht zu werden.

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